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Es war still im Raum, wir blickten auf das Organisationschart. Endlich, nach so langer Zeit waren Alle bereit für die Veränderung.

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Da wurde mir klar:

"Jetzt braucht es mich hier nicht mehr."

Es war an einem Donnerstagmorgen, Ende November 2013. Seit gut drei Jahren arbeitete ich intensiv an der Zukunft unserer Firma. Es war Zeit, denn der Markt, unsere Kunden, die Technologie – alles war in rasantem Wandel. Ich wusste, unsere Veränderung, unsere Aktion vielmehr als Reaktion würde Zeit brauchen und Geld kosten. Wir waren zu viert in der Geschäftsleitung. Mein Bruder und ich als gleichberechtigte Besitzer sowie die Leiter von Vertrieb und Entwicklung. Der Druck zur Veränderung war nochmals gestiegen, denn wir hatten erstmals einen Umsatzrückgang.

 

An diesem Donnerstagmorgen fassten die Bereichsleiter Status und Prozess zusammen. Ich konnte ihren Willen und das Herzblut spüren, der strukturierte Aufbau und die Klarheit ihrer Worte faszinierten mich. Ich spürte, wie die neue Vision konkret wurde. Die ersten Schritte waren klar zu sehen. Alles war auf "go", einzig die passende Organisationsstruktur fehlte. Die Zeit schien zu stehen, schweigen erfüllte den Raum. Ich glaube nicht, dass ich etwas sagen wollte, irgendwie kam es einfach aus mir heraus: "Ja! Dann braucht es mich jetzt nicht mehr".

 

In diesem Moment kündigte ich in meiner eigenen Firma. Ich hatte keine Ahnung was da geschah, wusste nicht was kommen würde, ob richtig oder falsch. Es war mir auch vollkommen egal, denn ich fühlte mich richtig frei, spürte keinerlei Druck, konnte ruhig sitzen und verfolgte die ganze Szene, als wäre ich im Kino und gleichzeitig mittendrin.

 

Die Sitzung wurde unterbrochen. Doch auch nach zwei Stunden intensiver Diskussion mit unserem Entwicklungsleiter veränderte sich nichts, wurde es vielmehr noch rational klar: Ich war bereit, die Firma zu verlassen, den scheinbar sicheren Hafen aufzugeben und in etwas Neues, Unbekanntes einzutauchen. 

 

Von da an dauerte es noch bis 2016, bis der für alle passende Ausstieg möglich wurde. Den Weg frei machte die Arbeit innerhalb des Familiensystems. Ein bis dahin völlig unterschätzter Bereich. Nirgendwo sonst waren die Prägungen so stark und Interpretation statt Diskussion der Standard.

   

Was folgte, war eine Entdeckungsreise. Wenn man in einer Lebensphase alle seine Ziele erreicht und ausgesorgt hat, dann bremst nur der eigene Verstand – und der ist mächtig. Einmal mehr waren es andere Menschen, die mir geholfen haben, meinen neuen Weg zu finden. Sie erinnerten mich an früher, an die Zeit der großen Augen, wenn wieder irgendwoher eine neue Idee kam und ich helfen konnte ins Tun zu kommen. So wurde "Empower the People" zum neuen Leitsatz und der Weg Schritt für Schritt immer klarer. 

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So ist mein neuer Weg nicht weit weg vom Alten. Ich sehe das Leuchten der Menschen und helfe genau das Tun zu finden, dass dieses innere Leuchten nach außen strahlen lässt. Ob als Unternehmer, Selbstständiger, Mitarbeiter oder einfach nur als Mensch. Lass dein Herz durch dein Tun strahlen. So wird der Weg zum Ziel.

MOMENT OF CHANGE

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